Wer mich kennt weiß, dass ich zu meinen Entscheidungen stehe.
Es gibt wenig Dinge, für die ich wirklich brenne, für die ich auch meine Gesundheit verdränge, für die ich viel riskiere und in denen ich aufgehe. Die für mich mehr sind als ein Hobby und eine Nebenbeschäftigung.
Wenn ich mich so umschaue, vermisse ich bei vielen Menschen das, was ich als Haltung und Rückgrat bezeichne. Sei es im Kleinen, wie man mit den nahen Menschen umgeht, der Kassiererin im stressigen Advent oder der Putzfrau.
Ich war noch nie jemand, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Der einen Posten benötigt um wer zu sein.
Ich weiß, wo ich herkomme und weiß wo ich hingehöre. Ja, ich hätte an manchen Stellen anders abbiegen können und wäre heute vielleicht woanders, ganz ehrlich, ich bin stolz auf mein heutiges Leben, mein Standing und meine Haltung. Ja, Herr V. darauf bin ich stolz und eine ganz leise Stimme erlaubt mir das auch ;-)
Dazu gehört heute auch, dass ich ein klares Stopp sage, wenn es genau an einem der Punkte nicht rund läuft.
Irgendwann hat mal ein kluger Kopf zu mir gesagt, "du kannst nicht von anderen erwarten, dass sie so handeln wie du" - nein das tue ich nicht. Handeln muss jeder nach seinem Gewissen, wenn er denn eines hat.
Es findet sich nahezu immer ein Nenner. Außer mit Menschen, die keine Haltung und kein Rückgrat haben, alle anderen für ihr scheitern verantwortlich machen und jammern bis zum Kotzanschlag.
Kommt dann noch eine Prise Lügen und Hinterhältigkeit dazu, dann ist das mehr als ich ertragen kann. Ich denke ja dann noch, ach das hast du Missverstanden, es findet sich ein Nenner.
Den Nenner habe ich jetzt fast zwei Jahre immer wieder schön geredet und gesucht. Der Entschluss ist mit dem berühmten letzten Tropfen gefallen, schon vor ein paar Tagen. Heute habe ich ihn kundgetan. Es tat, nein es tut mir in der Seele weh, denn nach wie vor geht es um etwas, das mir enorm wichtig ist, aber die Türe habe ich heute in entsprechender Runde geschlossen.
Einigen Personen habe ich den Schock und das Bedauern geglaubt, bei anderen ach lassen wir das. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, für mich, für meine Gesundheit und für meinen weiteren Weg.
Es kommt alles wie es soll, ich kleines Rad habe schon viel bewegt und werde weiter bewegen. Nicht in dem Rahmen, in einem anderen. Wenn ich mich sortiert habe, werde ich die nächste Türe öffnen und bis dahin setze ich mich da im Flur in einen der bequemen Korbsessel, stricke und schaue zu, wer so unterwegs ist. Setz dich dazu, leiste mir Gesellschaft, erzähle, schweige, stricke oder mach was immer du willst, solange du Haltung und Rückgrat hast.
Ich habe fertig!