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Samstag, 11. Januar 2025

Mordmodus an

 frohes neues, wenn noch nicht erfolgt  und so. 

Wie ist das eigentlich bei euch, also den genetisch weiblichen Leserinnen? Wisst ihr auch, wann eure genetische Eieruhr sagt "jetzt ist Befruchtungszeit!!"? 

Hier schrillt die Glocke "sei genau das, was ich jetzt brauche, ansonsten muss ich dich TÖTEN!" Da mutiert die eigentlichen Harmonie- und Geduldsjuna zur hochaggressiven Gedankenmörderin. 

Da atmet jemand zu laut, da steht ein Schuh heute genau so, wie er sonst auch nicht gerade steht, da hustet der Mann oder kommt um einen guten Morgenkuss zu geben (der spielt halt gern mit seinem Leben, obwohl er von dem Spiel nichts weiß). All das sind doch Nichtigkeiten oder auch wunderschön. 

Aber in meinen Augen blitzt der Mordmodus, in meinem Kopf schreit alles "ATTACKE" und gleichzeitig läuft "Junaaaaa, beruhig dich, es sind die Hormoneeeee". 

Und dann kommen die Gedanken zur Moral. Wie sieht es da  bei dir mit aus? Eben auf dem Weg der Verhinderung, zwischen Kaffeemaschine und meinem Schreibtisch stelle ich fest, dass ich eher für einen Mörder Verständnis habe, der aus einem wirklichen Grund  einen unnötigen Menschen (*1) aus dem Weg räumt, als für Menschen, die andere mobben, niedermachen, hinterhältig sind und diesen auf einer zwischenmenschlichen Basis schaden. 

Nicht falsch verstehen, meine moralische Grundeinstellung ist Leben und Leben lassen und Mord gehört da sicher nicht mit rein. Mich frisst es an, wenn Menschen in meiner Realität hinterlistig sind, wenn dann so, wie heute morgen 07:45 Uhr, mein Tag im Mordmodus beginnt, dann stell ich solche Dinge eben nochmal detaillierter fest. 

Das es dafür auch einen Grund in der aktuellen Situation gibt, ist klar. Und ich kann euch sagen, das Jahr kann verdammt harmonisch und schön, mit dem wichtigsten Menschen der Welt beginnen, noch nicht 2 Wochen alt sein und schon so viel menschlichen Dreck vor die Haustür geworfen haben, dass es für meinen Teil und den Rest des Jahres reicht. 

Menschen die nach vorne lächeln, mir hinterrücks das Messer in den Rücken stechen wollen gehören für mich in die Nahrungskette nach ganz weit unten und dürften mir an so seinem Hormonmorgen,   während ich gerade das Filet von Sehnen befreie, nicht begegnen. Einzig die Gedanken, dass ich den Dreck anschließend irgendwo verbuddeln muss und die Küche versaue, würden mich wahrscheinlich davon abhalten mal eben "ne Unnötige" (*1) im Wald zu verbuddeln oder den Wildschweinen vorzuwerfen. 

Zurück zum Morden und euch weiblichen Leserinnen, wie sieht das bei euch aus, gibts bei euch auch den hormonellen Mordmodus und wusstet ihr, dass man vor Gericht, da tatsächlich mildernde Umstände bekommen konnte, weil man dann nicht als Vollzurechnungsfähig galt? Ob das immer noch so ist müsste ich nachguggen. 

In diesem Sinne ich trink jetzt erstmal meinen ersten Kaffee








*1(töten eines unnötigen Menschen - unnötig ist ein kölscher Ausdruch und bedeutet soviel wie schlecht) 

Mittwoch, 24. August 2022

Frage an die Leser

 Vielleicht schau ich  zu viele Krimis, aber was würdet ihr über folgende Person denken. Wichtig die Punkte sind genau in der Reihenfolge, wie ich sie wahrgenommen habe:


- er hat einen zyprischen Pass

- er ist 45 Jahre alt

- sportlich durchtrainiert, 

- sieht eigentlich sehr gut aus, aber irgendwas an ihm erzeugt ein Unwohlsein bei mir

- er ist vor 2 Monaten nach Deutschland gezogen

- er spricht weder türkisch noch griechisch

- er spricht perfekt russisch und englisch

- er behauptet kein deutsch zu verstehen, versteht es aber sicher (aufgefallen bei der Übersetzung)

- er hat sich gerade ein Haus gekauft, dessen Preis weit über einer halben Mio liegt. 

- auf seinem Unterarm ist in Altdeutscher Schrift der Schriftzug, der über dem Haupttor des KZ Buchenwald prangte, tätowiert.

Falls also hier noch jemand liest, ich wäre dankbar für euer ungefiltertes Feedback

Samstag, 24. Juli 2021

Es passiert

 gerade einfach zu viel, um es hier zu teilen. 

Manchmal ist es auch zu belanglos oder aber zu privat. Eine ganze Menge zu...

In den letzten Tagen habe ich an verschiedenen Stellen geschrieben, dann doch wieder gelöscht und mir gedacht "es lohnt nicht". 

Ich bin mit vielen Menschen im Gespräch, vielleicht auch zu vielen in manchen Situationen und denke mir so oft "warum dieser Stress und diese Aggression/Verlogenheit/Frust"?

Die Diskussionen, die schon einen Tag nach den tragischen Ereignissen in RLP und NRW losgegangen ist ala "da hilft der Staat nicht", "warum wurde nicht vor dem Wasser gewarnt" usw. sind für mich in vielen Fällen nicht begreifbar. Selbst hier oben im Norden haben wir mitbekommen, mit welchen Wassermassen man gerechnet hat - schaut man keine Nachrichten, nutzt andere Quellen und hat kein Katwarn oder Nina, dann bekommt man es nicht mit. Ja, das ist kein Trost aber ich kann nicht erwarten, egal wo ich wohne, dass man mir diese Informationen an die Tür bringt. Was mich allerdings an dieser Diskussion am meisten stört sind die, die mit ihrem fetten Arsch im trockenen sitzen und meinen sie müssten für etwas kämpfen, was sie nach der nächsten Sendung "ich bin XYZ-.Star" schon wieder vergessen haben. 

"Ihr  Deutschen werdet schon mit Entrüstung, Frust und Forderung" geboren, schrieb gestern jemand unter einem Kommentar und in gewisser Weise hat er recht. Zu gern vergessen gerade die, denen es gut geht, wo sie leben und wie sicher sie sind. Nein vor einer Umweltkatastrophe kann kein Staat warnen und wenn der Bund in der nächsten Woche beschließt, dass an Flüssen, im Ahrtal, am Rhein entlang oder oder oder keine Häuser mehr gebaut werden dürfen, da es mit der zunehmenden klimatischen Änderung immer wieder zu solchen Ereignissen kommen wird, dann schreien die ersten "MAN KANN JA WOHL NOCH BAUEN WO MAN WILL! DIKTATUR!!!!1111"

An vielen Stellen zähle ich derzeit 3,2,1 : da ist er, der nächste Entrüstete, sich benachteiligt fühlende Mensch. 

Zu diesem Thema dann noch eins: 

An ein bestimmtes Klientel, der freiwilligen Helfer, egal woher, seis ob ihr Lohnunternehmer, Bauern, Bauunternehmer oder was auch immer seid:

Was seid ihr für ein Dreckspack, das freiwillig in ein Krisengebiet fährt, angeblich aus reiner Nächstenliebe helft und nach nicht mal 24 Stunden die Frage stellt, wer euch dafür bezahlt? Euch dann euren "Frust" über diese angeblichen schlechten Verhältnisse der Organisation vor Ort  in Videos via Social Media, von der versoffenen Leber plärrt und anschließend heult, dass ihr von dem braunen Pack missbraucht werdet!?

Ihr tretet all den ehrenamtlichen Helfern, den echten freiwilligen, die wirklich aus Nächstenliebe helfen, mit ausgestrecktem Springerstiefel in die Fresse und wollt dafür noch gelobt werden. Ihr seid einfach nur erbärmlicher Dreck.

DANKE AN ALL DIE, DIE VOR ORT HELFEN. SEI ES IM EHRENAMT ODER EINFACH FREIWILLIG. DENEN DIE AUS DER FERNE HELFEN UND AUCH DENEN DIE IMMER WIEDER GEGEN DIESE PLÄRRENDEN MÖCHTEGERN HELFER FLAGGE ZEIGEN!

Und wo wir gerade beim Aufräumen sind:

- Karma kommt 

- du (ja genau du) hast nun deine ersten Lektionen für dein Verhalten bekommen und es wird weiter gehen 

- nein ich wünsche nichts schlechtes, ich lehne mich allerdings zurück und lächle, denn es kommt doch immer genau so, wie ich es voraus gesagt habe

- auch "Gottesgeschenke" werden irgendwann begreifen, dass sie für alles eine Rechnung bekommen, egal wie viel Geld sie auf dem Konto haben... 

Genug für heute, es musste mal raus.  





 

Donnerstag, 29. April 2021

Ich bin sauer

 auf mich. 

Weil ich es nicht geschafft habe, meinen Mund zu halten. Also hab ich mal eben verbal ausgeteilt, vor vielen Leuten, nein kein Gesicht verloren, sondern meine Meinung vertreten. Aber die Form, also meine Form war falsch. 

Ja, ich schaffe es mittlerweile zu 98 %, genau aus dem Grund ärgern mich diese 2 % so sehr. Und gerade weil ich damit jemandem, der mir gerade mächtig vors Bein pinkeln will, eine mögliche Schwachstelle gezeigt habe. ARGH. 

Habt ihr Tipps für "wie behalte ich die Ruhe bei diesen zwei entscheidenden Prozent"? 

Bitte beachtet dabei

- spurloses Ableben dieser Person ist nicht möglich

- einfach mal das Fr****brett polieren leider auch nicht, weil ich bin ja gegen körperliche Gewalt. 


HELFT MIR!!!

Freitag, 9. Dezember 2016

Da war doch noch was...

ja, da ist noch was.

Das was in den letzten Wochen zurück treten musste, das was ich so gar nicht im Umzugsfieber gebrauchen konnte und das sich seit letzter Woche wieder meldet.

Alles was mit der kPTBS und ihren Auswirkungen zu tun hat. Letzte Woche bereits einiges bei der Sitzung in Köln hervorgeholt und dann Vorgestern, mit der Einladung zur Arbeitslagenbesprechung bei der neue ARGE, machte es laut "dingdong".

Achtsamkeit und aufpassen auf die Anteile, die da in den letzten Monaten sichtbar geworden sind, um die ich mich kümmern muss, die alle ihre Berechtigung haben und manchmal wie ein wilder Haufen durcheinander wirbeln, stören und doch alle da sind, mal leise, mal stumm, mal lauter und mal schreiend.

All diese Anteile habe ich in den letzten Wochen nicht beachtet, bei Seite geschoben, ignoriert und wenn doch mal eine "Stimme" durchkam, unsanft in die Ecke gestellt.

Die Rechnung bekam ich direkt, die Ohrengeräusche, die die ich ja schon immer habe wurden so laut wie der Presslufthammer auf der Baustelle und genau in dem Moment hätte mir klar sein müssen, das ich gerade wieder alte Verhaltensmuster lebe, so einfach, so praktikabel so ungesund, aber auch dafür brauchte es einige Tage bis der Groschen gefallen ist.

Die neuronalen Netzwerke umprogrammieren ist eins, in solchen Zeiten die alten Verbindungen nicht wieder aktivieren, etwas ganz anderes.

Frau Gold in der Form der Organisatorin, der Macherin und der, die für alle da ist war gefragt, dann vergesse ich, das es auch sowas wie eigene Bedürfnisse gibt, die man nicht außer acht lassen soll. Selbst die Grundbedürfnisse, trinken, schlafen, essen treten dann in den Hintergrund, werden vergessen.

Herr Gold und Herr K. haben zwar immer wieder gefragt und manchmal auch auf gewisse Art und Weise Stopper eingebaut, zumindest dafür gesorgt das ich trinke und esse, aber der Fühlenmodus inkl. Schlaf war aus . Erst wenn der Körper gar nicht mehr konnte, klappte ich ins Bett schlief und war nach wenigen Stunden wieder hellwach um weiter zu packen, sortieren usw.

Mechanismen...

Nicht falsch verstehen, mir geht es gut, es sind die Baustellen, die mich schon so lange begleiten, es ist Gewohnheit, das sie da sind, sie werden nicht verschwinden, aber der Umgang wird anders. Die Umleitungen führen nicht mehr durch Felder und Stolpersteine, es zeichnen sich gerade Strecken mit befestigten Wegen ab. Langsam höre ich die Anteile wieder, nehme die Bedürfnisse wahr und merke das sehr viel mehr daneben gegangen ist als gedacht.

Die linke Hand, die in solchen Zeiten dann aktiv wird, versagt noch, Schmerzen kommen, die ihre Ursache nicht im organischen haben, der Körper verlangt nach Schlaf und Ruhe und an drei Tagen diese Woche habe ich nichts geschafft. Schlecht für die Antreiberin in mir, gut für die Anteile die Ruhe brauchen, wäre da nicht direkt wieder das schlechte Gewissen.

Ein ewiger Kreislauf, den ich langsam kennenlerne und lerne anders damit umzugehen.

Sonntag werde ich in den Süden fahren, anders als geplant wird keine Besichtigung mehr sein, daher werden Herr K. und ich dann den Nachmittag und Abend entspannender Weise miteinander in der Therme verbringen. Montag den Feiertag von Herrn A. wesshalb ich eigentlich in den Süden fahre und Dienstag einen Termin beim Thera um dieses Jahr abzuschließen. Wer weiß ob und wie ich nächstes Jahr bei ihm Termine wahrnehmen kann, einen neuen Thera hier suchen steht nicht zur Diskussion, aber ich merke auch, dass ich eben noch nicht so weit bin, ganz alleine wieder zu laufen. Es gibt noch einige Baustellen, um die ich noch einen Riesenbogen mache, wahrscheinlich welche die ich noch gar nicht gesehen habe und ein paar, die ich zwar schon kenne, aber aus deren Baggerlöcher ich alleine nicht rauskommen werde ohne seine Hand...

Ja, das ist die andere Seite, die eben auch zu mir gehört...

Freitag, 19. August 2016

Gefühlt lange war Ruhe

es hatte sich so langsam eingependelt und ich habe wirklich einige Zeit ohne Zitterattacken, Grobmotorik, Albträumewas bei 4 Stunden schlaf auch schier unmöglich ist und dennoch klappt und Unruhe gehabt.

Seit etwas über einer Woche ist es nun wieder vorbei mit der vermeintlichen Ruhe.

Der Trigger dafür ist bekannt und eigentlich auch die Maßnahmen, die helfen sollen, sollen....

Es ist zermürbend, wenn die mühsam erlernten Skills nicht greifen und ich vor dem inneren Haufen stehe und nicht aufräumen kann.

Dieses Thema, das triggert, ist wohl doch noch größer. Dazu die ständige "bald geht es los"Verfügbarkeit gepaart mit "das Handy muss ständig an sein, denn der Anruf könnte kommen" macht es nicht gerade besser.

Vielleicht haben die, deren Stimme sagt "du bist noch nicht soweit" doch recht und ich möchte nicht wahrhaben, das ich wirklich noch  Zeit brauche?

Ist es so vermessen nach zwei Jahren intensiver Arbeit zu denken, das es wieder bergauf gehen kann und darf?

Ich weiß es nicht, bin froh, dass nächste Woche Donnerstag hoffentlich jemand aufräumen hilft, vielleicht sollte ich Montag anrufen und bitten den Termin vor zu ziehen...

Sehen was die nächsten zwei Tage bringen und Skills üben.


Montag, 25. April 2016

Auch das gehört dazu

Wenn alles zu viel wird, dann ziehe ich mich zurück, denke nach, sammle und schaue wie es weiter gehen kann und wird. Bis vor 2 Jahren habe ich mich dann "zusammen gerissen" noch mehr gearbeitet und auf Power-Gold gemacht. Das dieses Verdrängen, Überspielen und immer der Außenwelt gerecht werden irgendwann seinen Preis kosten würde, war mir bis zum Tag X nicht bewusst. Doch Tag X kam und damit änderte sich sehr viel.

Dazu gehört unter anderem:

Gedanken an aufgeben, Mutlosigkeit und ähnliches dürfen sein, sind kein ständiger Begleiter, aber keiner hat das Recht mir diese abzusprechen.

Ebenso wie keiner das Recht besitzt zu bewerten, wie ich empfinde oder mir vorschreiben darf was ich zu empfinden habe.

Für diese Erkenntnis, für das eigene annehmen dieser Gedanken, das nicht ständige verbieten solcher Gedanken und Gefühle"weil sich das nicht gehört" und "weil man sowas nicht denkt", "weil man ja nur ein wenig positiver werden muss" war, nein ist. ein langer Weg.
 
Dann, wenn wieder ein Schritt getan ist, kommt, sofern ich damit offen umgehe was ich sehr selten mache, garantiert jemand um die Ecke und, selbst wenn es "gut gemeint" , "aufmunternd", "tröstend" oder "verständnisvoll" gedacht ist, der mit eben genau seiner "Anmerkung", mir mein empfinden absprechen möchte und letztlich direkt oder auch unterschwellig vermittelt:
"ist doch alles nicht so schlimm", "andere haben viel schlimmere Sorgen" usw. usw.

Das "das ist doch nicht so schlimm" ein Tonband ist, das 30 Jahre oder länger immer wieder läuft um das, was passiert ist, zu verkraften und letztlich nur das eigene empfinden, die eigenen Gefühle abwertet, aber ein überleben und funktionieren in der Gesellschaft, ermöglicht hat, ist für die wenigsten vorstellbar.


Anerkennen von Gefühlen, Gefühle überhaupt wahrnehmen und zulassen, ein heikles Thema für alle Menschen mit einer ähnlichen Geschichte wie der meinen und auch für mich.

Wie viele Menschen können sich wohl vorstellen, dass sich der Mensch, dem sie gerade etwas positives entgegengebracht haben und der sich in ihren Augen freut, gar nichts dabei empfindet, aber gelernt hat angebliche Emotionen zu zeigen?


Wie viele Menschen würden diesen Menschen wohl in Zukunft immer skeptisch anschauen und denken "mir wird was vorgespielt", weil sie nicht begreifen können, dass "freuen" ein Gefühl ist, was abtrainiert wurde, das verboten war, das mit Dingen verknüpft wurde die man sich nicht vorstellen möchte?

Das positive Gefühle mühsam erarbeitet werden müssen, wenn dies überhaupt möglich ist.

Das dieser Mensch nichts fühlt bei seinen anscheinenden Gefühlsäußerungen, das dieses Wissen um sich selber verzweifeln lässt und das dieses Wissen, diesen Menschen selber verängstigt und in allen Werten, die er für sich hatte, erschüttert?

Und eben diese Ratgeber, denken auch das sie mit "ist doch alles nicht so schlimm" und mit "anderen geht es viel schlimmer" aufmunternd wirken, wobei sie genau das Gegenteil machen, sie werten ihr Gegenüber ab.

Freitag, 26. Februar 2016

Nun habe ich es schriftlich

ich bin also eine Pazifistin.

Nicht das ich das abstreite, im Gegenteil, ich lehne Gewalt ab und dazu stehe ich. Ohne Ausnahme, ohne ein "aber wenn man xyz Dir oder Deinen Lieben antun würde" ich weiß wovon ich spreche und ich weiß, dass ich immer wieder genau so handeln werde.

Jeder, der nach Selbstjustiz ruft, der dem/der  [setze hier Deine Hass-Gruppierung] mit einem Baseballschläger gegenüber treten möchte und diesen "Köpfen" auf diese Art zeigen möchte, dass sie so nicht willkommen sind, stellt sich für mich mit genau diesen gewaltbereiten Menschen auf eine Stufe.

Ich hoffe nach wie vor, dass Menschen denen man Intelligenz und Empathie nach sagt, sich für die Demokratie und den Rechtsstaat entscheiden.

Seltsam ist es von jemandem als Pazifist "verurteilt" zu werden, wenn diese Person, Pazifisten als "Gutmenschen" hinstellt und diese als Unterstützer des braunen Mob sieht.

Verstanden?

Orwell wurde in diesem Zusammenhang mit einer Aussage von 1941 zittiert und nein für mich ändert sich an meiner Grundeinstellung damit nichts. Nach wie vor werde ich jeder Form von Gewalt, egal ob braun, grün, rosa, rot, schwarz oder bunt kariert entgegen treten und sofern es in meiner Macht steht dagegen angehen.

Wie zu erwarten war, wurde mir entgegnet,
dass ich ja keine Ahnung davon habe, was
es bedeutet Opfer von Gewalt zu sein, 
nicht abschätzen kann wie es ist, wenn 
man den Tätern nur mit Mitteln des 
Rechtsstaates entgegen tritt. 
Besagte Person kennt mich nicht, 
weiß nichts über mein Leben, dafür aber
erzählte sie, dass sie selber noch nie Opfer
einer Straftat war, aber der Bruder, 
der Freundin vom besten Freund dessen Onkel...
Nein ich habe darauf nichts mehr erwidert wozu?
Es wird nichts an deren Einstellung ändern, 
aber ich kann und werde weiterhin niemandem
in meinem Umfeld dulden, 
der Wasser predigt und Wein säuft.

Und da ich für mich achtsamer sein werde und bin, habe ich mich diese Woche wieder von zwei Menschen verabschiedet, unsere Wege führen in verschiedenen Richtungen. 

Es ist für mich besser so, denn nach wie vor, kann ich mir mein Umfeld und die Menschen die mir gut tun, auch die, die ich gerne lese, die mich inspirieren, die mir neue Sichtweisen nahe bringen, die ich ein Stück begleiten darf, die mich nachdenken und oftmals lachen lassen und denen ich vielleicht ebenfalls etwas auf ihrem Weg mitgeben darf, selber aussuchen und dafür, dass es diese Menschen gibt, bin ich dankbar. 

Denen die einen Weg einschlagen, den ich nicht mitgehen kann bzw. möchte, wünsche ich, dass sie für sich glücklich und zufrieden werden, ihren Hass und ihre Vorurteile ablegen und irgendwann verstehen, dass es nur eine Rasse auf diesem Planeten gibt: Menschen, egal welcher Hautfarbe, Herkunft oder Religion.







Freitag, 22. Januar 2016

Und dann ist er da,

der Moment den ich schon so oft herbei sehnte.

So nah, so zart, so offen und ehrlich und ich, ich kann nicht so handeln wie ich möchte,

- weil ich weiß, das es in diesem Moment falsch ist,
- weil ich weiß, dass dieses handeln großen Schaden anrichten würde,
- weil ich weiß, dass es letztlich doch nur eine Kompensierung wäre,
- weil ich weiß, dass wenn es so sein soll, sich eine neue Gelegenheit ergeben wird,
- weil ich weiß, dass die Zeit für diesen Schritt noch nicht gekommen ist.

All diese "weil" schossen innerhalb weniger Bruchteile einer Sekunde durch den Kopf, stoppten die Handlung die gerade beginnen wollte.

Einzig ein tiefer Atemzug mit der Nase in den Haaren meines Gegenübers konnte "weil" nicht verhindern, dann zog ich mich wieder scheu zurück, lächelte in ein angespanntes, verwirrtes Gesicht, drückte die Hand die sich in meine geschoben hatte und stammelte ein leises "es tut mir leid, es geht noch nicht".

Der Blick meines Gegenübers blieb warm und weich und ein leises "ja, heute ist nicht der richtige Zeitpunkt" und ein sanftes streicheln über meine Wange war die Antwort.

"Frau Gold sie sind so..."

Danke für diesen Moment, und dieses "sie sind so..."

Mittwoch, 12. August 2015

Der Sommer und Du

achne das Lied geht so.

Naja auch egal, was will ich eigentlich schreiben? Ein Lebenszeichen geben.

Ich lebe ;)

Gut, geht auch ausführlicher:

Der Sommer ist eigentlich Klasse, die Schwüle geht mir etwas auf den Senkel, mein Fuß ist zwar verheilt, aber die Nachwirkungen sehen, sobald es warm wird, so aus.Das ist aber schon Meckern auf hohem Niveau.

Herr Gold und ich sind seit April "Mitpächter" eines "kleinen" Gartenparadieses, freuen uns über blühende Sträucher, Wein, Pepperoni, Paprika, Tomaten. Einen Bachlauf, zwei Teiche mit Seerosen und Fischen, zwei Miniteiche mit der von mir geliebten Entengrütze und gaaaaaaaaaaaaanz wichtig keinen störenden Nachbarn, keinem Krach. Alles ausbruchssicher gesichert und somit ein Fleck Erde mit absoluter Entspannungsgarantie.

Herr Gold hat seine gewünschte Hängematte bekommen und nächtigt zwischendurch im kleinen Paradies. Selbstverständlich mit Herrn Blond, der dieses Paradies ebenfalls sehr schätzt. Er läuft, springt, buddelt hinter den Kaninchen hinterher, aber wenn sie vor ihm auf dem Gras sitzen, bewegt er sich keinen Millimeter, er ist nicht nur Blond, er hat eben absolut keinen Jagdtrieb. Das Näseln mit den Wieherwauzes durch den Zaun, war auch nur möglich, weil ich ihm die Pfote gehalten habe. Er ist halt ein kleiner Schisser.

In wenigen Wochen fahren wir, trotz Paradies um die Ecke, für eine gute Woche an den großen Teich. Mit Blick auf eine Insel, die wir dann wohl auch besuchen werden.

Langsam kristallisiert sich für mich auch heraus, was ich gerne in Zukunft machen möchte, sobald ich die entsprechenden Gespräche geführt habe und es spruchreif ist, werde ich darüber in gewissem Rahmen auch hier berichten. Aber die Planung, wann ich beginnen kann, verschiebt sich immer wieder nach hinten. Hat  Herr K. vor gut einem Jahr davon gesprochen, dass ich im vergangenen Frühjahr, dann im Sommer und dann im Herbst 2015 wieder starten kann, sind wir jetzt bei Januar/Februar 2016. Mit Herrn Gold habe ich über meinen Wunsch gesprochen und er wird mich, wie nicht anders zu erwarten, absolut unterstützten. Jetzt muss ich nur noch mit Herrn K. und entsprechend anderen Stellen sprechen, ob diese mich ebenfalls in meinem Vorhaben bestärken bzw. auch unterstützen.

Ich werde nicht jünger, die Zeit drückt und anderseits habe ich eins ganz sicher verinnerlicht, dass ein Aufschieben nichts mehr bringt. Die Kraft die dafür verwendet wird ist exorbitant groß, die Kraft und der Aufwand um das aufgeschobene nun zu bearbeiten allerdings auch nicht wirklich kleiner. Aber ich wusste es nicht besser und somit kann ich froh sein, dass Herr K. und ich letztes Jahr aufeinander getroffen sind. Oft habe ich mich in den letzten Monaten gefragt, ob es dieser Aufwand wirklich wert ist, besonders dann wenn mir wieder neue Informationen um die Ohren geflogen sind, von denen ich nichts wissen wollte und die alles durcheinander geworfen haben.

Aus eins mach zwei und auf einmal ganz viele und dann stand ich vor dem Spiegel und R. D. Precht sprach zu mir. Kein schöner Moment, aber notwendig und aus heutiger Sicht auch normal, wenn man den Hintergrund kennt.

So genug aus dem Nähkästchen und der Kugel der Zukunft, ich werde mich jetzt mit Herrn Gold in den Garten verziehen. Habt einen schönen Abend...

Freitag, 6. März 2015

Es kümmert fast jeden (vorsicht Triggergefahr)

und doch ist es übermorgen wieder vergessen, das waren meine Gedanken zum Thema des Herrn, dessen Namen ich hier nicht nennen werde. Er ist aufgrund der Aufhebung der Anklage ja bis gestern sowieso noch überall zu lesen gewesen.

Dieses Thema soll nicht totgeschwiegen werden, aber die Stammtischparolen stimmen mich nachdenklich. Man hört  "hängt ihn höher" u. a. , schon bei einem Verdacht, noch bevor die Ermittlungsbehörden ihre Arbeit wirklich komplett getan hat oder die Staatsanwaltschaft, die Klage, aufgrund von ermittelten Fakten, erheben kann.

Da schreit der in der Moral betroffene Teil der Gesellschaft nach hohen Strafen, ist nicht gewillt zu warten bis wirkliche Fakten auf den Tisch kommen und die Medien, sie füttern die Erwartungen der Nutzer mit kleinen, teilweise angeblichen Details und schüren das Feuer.

Das der sogenannte Anfangsverdacht anscheinend nicht ausgereicht hat und man sich von Seiten der Staatsanwaltschaft auf diesen, in der Sicht der sich äußernden Mehrheit, auf einen Kuhhandel eingelassen hat, macht es nicht besser.

Dieser Mensch ist kein Sympathieträger und mit seinen Äußerungen hat er sich, auch in meinen Augen, ganz klar als "P******il*geoutet und mindestens eine Zwangstherapie wäre auch als Auflage, neben einer empfindlichen Geldstrafe, möglich gewesen - aber so ist es nun mal nicht.

Was mich aber noch sehr viel mehr bei dieser Thematik beschäftigt, ist der Umgang der Gesellschaft mit den Anteilen, die solche oder ähnliche Machenschaften überlebt haben und als Opfer stigmatisiert werden.

Diese Kinder werden nicht als Überlebende und ganze Menschen wahrgenommen, äußern sie sich und versuchen sie sich von diesem Erlebten zu befreien, werden sie immer wieder in die Opferrolle gedrückt. Oftmals erfahren sie zunächst gar keine Hilfe. Das Umfeld, besonders dann wenn es sich bei den Tätern eben nicht um den "schwarzen fremden Mann" sondern um nahe Angehörige handelt, kann oder möchte nicht wahrhaben, das es eben direkt nebenan passiert und die heile Welt gar nicht so heil ist.

Schaut man sich unterschiedliche Statistiken an, wird von jeder 10. Person als Betroffen gesprochen, Dunkelziffer e. V. spricht von max. 25% Fremdtätern, andere Stellen noch von weniger und manchmal glaube ich, dass genau diese Tatsachen dafür verantwortlich sind, dass sich die Mehrheit der Gesellschaft eben genau dann äußert, wenn in der Ferne, durch die Medien, eine Sau durchs Dorf getrieben wird. Das ist so weit weg und sowas gibt es nicht in der Nähe.

Aber so ist es nicht.

Ich wünsche mir, dass sich die Blicke mehr auf die Nähe richten, das Eltern, Mütter wie Väter, denn auch wenn es gerne nur als männliche Tat gesehen wird, werden auch Frauen zu Tätern, dass sie sehr viel aufmerksamer für ihre Kinder werden, genau hinschauen, zuhören und ihren Kindern Glauben schenken. Das Angehörige, Freunde und Lehrer genauer hinschauen und Kindern zeigen, dass sie selbstbestimmt leben dürfen.

Ich wünsche mir, dass Überlebende als Überlebende, als starke Menschen wahrgenommen werden, die sicher einen schweren Weg gegangen sind, aber diesen Weg nur deswegen geschafft haben, weil ihre Psyche stark genug dazu war. Ich wünsche mir, das man sie nicht mehr als Opfer behandelt sondern als Überlebende und das sie, dann wenn sie sich Hilfe suchen und einen Einbruch in Beruf und Leben haben, nicht als Irre abgestempelt werden und ihnen jede Hilfestellung ermöglicht wird..

Sie waren Opfer aber sie haben das gleiche Recht, wie jeder andere auch. Ich wünsche mir, dass Überlebende als Menschen, die die Chance verdient haben ihre traumatischen Erlebnisse in ihrer Geschwindigkeit zu verarbeiten um dann irgendwann ein selbstbestimmtes Leben ohne Angst zu leben, wahrgenommen und behandelt werden.

Aber von der Erfüllung dieser Wünsche ist unsere Gesellschaft noch weit weg, denn gestern war es noch dieser Fall und in spätestens einer Woche ist das Thema vom medialen Tisch und somit auch bei den meisten Menschen aus dem Kopf. Sie schauen wieder weg und begegnen sie dann einem Überlebenden, wird geschimpft und nach hohen Strafen gefordert. Aber was die Überlebenden, ehemaligen Opfer möchten, was ihre Bedürfnisse sind, danach fragt niemand. Da wird entschieden was sie zu haben wollen und schon schreit wieder jemand "hängt ihn höher".... 


Mittwoch, 18. Februar 2015

Menschen und Begebenheiten aus

der Vergangenheit, beschreibt der Captain in seinem gestrigen Beitrag auf eine unvergleichliche Art und Weise - hierfür: Chapeau!

Ich erlaube mir ausnahmsweise die Antwort von Bohli zu zitieren

"Erinnerungen sind das was uns als Mensch formen und prägen. Sie zu verdrängen würde bedeuten einen Teil unseres Lebens zu leugnen. ...." ,

eigentlich stimme ich ihm vollkommen zu, eigentlich.

Auf der anderen Seite gibt es Passagen im Leben, die man zu gewissen Zeiten verdrängen und leugnen muss, um mit der Welt und sich selbst klar zu kommen beziehungsweise, um es knallhart zu sagen, um zu überleben. Es gibt Vorfälle, die so einschneidend sein können, dass die Seele nur die Möglichkeit hat, das Erlebte soweit zu verdrängen oder zu verschließen, sodass es nicht mehr im aktuellen Bewusstsein ist. Ja, dass man diese Erinnerungen vor sich und auch vor der Welt verleugnet und es in die, bildlich gesprochen, große schwarze Ablage packt, gehört dann dazu.

Aber auf gewisse Weise ist den meisten Menschen dennoch bewusst, dass da was in der großen schwarzen Ablage liegt, das dieses Zeug zwischendurch für seltsame Verhaltensweise sorgen kann, ist manchmal auch klar, aber dennoch werden auch diese Erfahrungen dafür sorgen, dass der betreffende Mensch heute so ist, wie er ist, die Summe aus seinen Lebenserfahrungen. Auch wenn er, wie auch sein nicht bewusster Teil der Seele, diese schwarze Ablage leugnen möchte oder aktiv leugnet.

Warum schreibe ich darüber eigentlich? Um was geht es?

Ich, die Frau Gold, die eben immer auch von "Summe aller Lebenserfahrungen" spricht, die, so sagen ein paar Menschen, die mich kennen, eine ganz nette sein soll, die hat diese schwarze Ablage.

Eine schwarze Ablage, von einem Umfang der mir lange nicht bewusst war und der sich mit der Büchse der Pandora vergleichen lässt. Ich habe im letzten Jahr beschlossen, den Deckel anzuheben und mich auf das Projekt "entdecke die wahre Frau Gold" eingelassen.

Euch als Lesern hier ist klar, dass "Frau Gold" ein Pseudonym ist, einige wissen, dass der Name seinen Ursprung in der Realität hat, aber das die reale Frau Gold, mit dem "echten" Namen im Personalausweis, ebenfalls ein Pseudonym ist, ist den meisten Menschen in meinem Umfeld unbekannt und das wird auch so bleiben. Selbst wenn ich hier jetzt gerade sprichwörtlich die Hosen runter lasse.

Erinnerungen, wie sie der Captain beschreibt gehörten nicht zu den Ereignissen, die in der schwarzen Ablage liegen oder lagen, die waren vorhanden, aber erst durch das anheben des Deckels entdeckte ich dass mir sehr viele Jahre in der Biografie einfach fehlten. Es gab keine Erinnerungen dazu, keine Bilder, keine Gefühle - nichts. Als hätte es diese Zeit nie gegeben, sicher war mir bewusst, dass da irgendwas "komisch" dran ist, aber hei, warum Gedanken über etwas machen was nicht da ist?

Heute nach gut einem halben Jahr intensivem Wühlen und Hinschauen
 an dieser Stelle muss ich ein großes DANKE an meinen Begleiter auf diesem Weg aussprechen 
ist die Entdeckungsreise noch lange nicht abgeschlossen, aber ich kann sagen, dass der bisherige Weg sich, trotz aller Einbrüche und Tiefen, auf eine gewisse Art gelohnt hat.

Manchmal, an den Tagen an denen es in den freien Fall geht, wünsche ich mir, dass ich die Finger vom Deckel gelassen hätte. Aber irgendwann ist wohl der Punkt erreicht, da muss man sich, sofern man in positiver Weise überleben und nicht dahinvegetieren möchte, auch an die bisher im Verborgenen liegende Vergangenheit trauen.


Genug aus dem Nähkästchen geplaudert, vielleicht schreibe ich dazu irgendwann mal mehr, vielleicht auch nicht, jetzt gerade hatte ich das Bedürfnis dazu. Eine Bitte an Euch, verzichtet auf Fragen wie "was ist denn passiert" oder auf "es tut mir leid", denn für letzteres müsstet ihr wissen um was es geht und es gibt nichts was in meinen Augen zu bemitleiden ist.

Nähkästchen zu.

Montag, 1. Dezember 2014

Gutes oder Achtsamkeit

Man kann sich so viel gutes tun und es ist immer besser, für die Seele und die Selbständigkeit, wenn man dieses "Gute" nicht von anderen abhängig macht.

Selbstbestimmung, Selbstbestätigung und Selbsterfahrung, selbst, selbst, selbst, selbst....

Aber als sozialabhängiges Wesen klappt das mit dieser Selbst... nur bedingt. Kommt von außen, in der Kindheit von den Eltern, später von Freunden, Lehrern, Arbeitgebern und dem ganzen sozialen Umfeld keine positive Bestätigung verkümmert der Mensch, wird seltsam, gefährlich, sucht nach Anerkennung usw. (Die Aufzählung lässt sich sicher unendlich detailierter Fortsetzen - ist aber gerade nicht mein Thema)

Damit einher geht das viele dieser Menschen negative Bestätigung, Bestrafung als einzige Anerkennung ihres Handelns kennen, aber es ist "wenigstens" eine Form der Wahrnehmung durch das Umfeld.

Das bei diesen Menschen die Selbstwahrnehmung auf der Strecke bleibt, das sie letztlich sich selbst als nicht wertvoll erachten und daher auch mit sich selbst nicht "gut" umgehen, ist für mich eine logische Schlussfolgerung, die sich zwar nach Küchenpsychologie anhört aber dort gar nicht zu finden ist. (Auch hier gibt es genügend Fachliteratur - s. Achtsamkeitstraining)

Wie soll ein Erwachsener achtsam mit sich umgehen, wenn er nie erfahren hat, wie andere Menschen achtsam mit ihm umgehen? Verhaltensmuster besonders in diesem Bereich, werden sehr früh geprägt und zeichnen ihre Spuren.

Der Erwachsene kann es, sofern er erkennt, dass er solche Verhaltensmuster hat,  lernen diese abzulegen. Aber letztlich bleibt auch beim Erwachsenen immer wieder der Wunsch nach "äußerer Bestätigung". Wer kennt nicht den Frust, wenn der Chef nur meckert anstatt die gute Arbeit anzuerkennen, den Partner der nörgelt, die Bekannte die schimpft weil man nie Zeit hat, die Eltern die ihr Kind runterputzen mit "kannst du denn gar nichts" und es ja "gar nicht so meinen, denn sie lieben ihr Kind ja"?

Es gibt so vieles wo jeder von uns tagtäglich eher das negative als das positive  am anderen sieht und diesem etwas vorwirft. Erwachsene können sich evtl. wehren, sofern sie das Selbstbewusstsein dazu erlernt haben. Kinder sind so schnell verletzt und letztlich würde es jedem von uns so leicht fallen, achtsam mit seinem Gegenüber umzugehen, wenn er nur einen kurzen Moment innehält und überlegt ob er möchte das man mit ihm so umgeht.

Aber in Zeiten der Ellenbogengesellschaft ist es einfacher unbedacht und verachtend zu sprechen und zu handeln.

Dabei ist ein warmes lächeln und ein Lob umsonst, aber beides hat so viel positive Kraft.

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Hinweis:
Nein mir geht es nicht schlecht.  Es sind Gedanken, die gerade raus müssen und vielleicht dazu veranlassen, das Du morgen, bevor Du jemanden negativ kritisierst, einen kurzen Moment innehältst und Dir überlegst wie Du möchtest, das man mit Dir umgeht.