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Sonntag, 25. Februar 2018

Von Zeit in der (alten) Heimat

Auch dieses Jahr war ich natürlich wieder in der alten Heimat an den wichtigen Tagen. Im Gegensatz zum letzten Jahr diesmal mit Herrn Gold und nicht nur für zwei Nächte.

Wir haben es uns gut gehen lassen. Von Mittwoch bis Sonntag in der Stadt mit K und in zwei der besten Häuser (wobei das zweite doch mittlerweile wohl eher zu den verstaubten gehört). 

Es tat gut, nach all der vielen Arbeit der letzten Monate wirklich, absolut ins off zu gehen. Nicht erreichbar zu sein und sich für 5 Tage weit weg von den Firmenalltäglichkeiten aufzuhalten.

Allein diese Auszeit war einiges Wert. Vervollständigt wurde sie von toller Zeit für Herrn und Frau Gold, für Herrn Gold  mit Herrn A., für mich an Tag 1 weniger mit Herrn B. und T. in diesem Jahr wollte es nicht so recht klappen mit der Harmonie und der Stimmung. Also war ich recht früh im Hotel und genoss den Blick auf den Dom.

Tag 2 war mit Miezenpflege bei uns beiden und drei ausgiebigen Spaziergängen (für was so ein Schrittzähler nicht alles gut ist, zählt der doch mal eben 10km) verbracht.

Tag 3 begann mit Umzug ins zweitbeste Haus und dann wieder langen Spaziergängen (sind wir nun eigentlich Touris,  Heimkommende oder auch irgendwann wieder Immis?) und dann kam der Höhepunkt:

Gemeinsam mit Herrn A., klein A. und deren Bekanntenanhang haben wir einen langen schönen Abend verbracht. Herzgefühl, Wärme, Zuhause...

Seltene wenige Verbindungen sind für die Ewigkeit, aber einzelne , dieses Gefühl ist unvergleichbar und gibt so viel Kraft. (Das versprechen, das überhaupt keiner Worte bedurfte, wurde erneuert so viel Herz...)

Kraft die wir, ich, nach diesen Tagen brauchten. Manchmal, ach quatsch eigentlich immer, irgendwann, macht es PENG und es ist klar, dass die Planung für den Arsch war.

Das man sich eben nicht auf das verlassen kann, was Menschen sagen sondern nur auf die wenigen echten Verbindungen. Also muss ich mir die Frage erneut stellen, ob ich wirklich so blauäugig bin oder ob die, auf deren Worte ich vertraut habe, einfach die perfekten Blender und eiskalte Arschlöcher sind. Ich bin mir nicht sicher, weiß auch nicht was sich daraus entwickelt, sicher ist allerdings das sich für alles immer ein Weg findet und auch wenn dieser nicht bequem und komfortabel ausgebaut ist.

Nein, derzeit mag, kann und werde ich darauf nicht weiter eingehen, es wird sich zeigen und finden.

In knapp 14 Tagen gibt es die nächste Schnappszahl, Frau wird alt, fühlen und ausschauen tu ich jedenfalls derzeit so.

Ich setze auf den Frühling...

Donnerstag, 18. Februar 2016

Für S.

Jeder stirbt für sich allein - der Titel eines Films, von dem ich die Tage einen kurzen Trailer und Bericht gesehen habe.

Gerade kommt mir der Titel in den Kopf und ich möchte Dich S. teilhaben lassen, wenn auch nur hier: 

Jeder ist allein und stirbt auch entsprechend allein.

Selbstverständlich gibt es Menschen die einen Teil des Lebensweges, wenn es optimal läuft auch das ganze Leben begleiten. Viele hinterlassen die sogenannten guten Spuren im Herzen, hoffentlich weniger Narben und manche schauen mal kurz rein und etwas später kann man sich an diesen Moment schon nicht mehr erinnern.

Begleitung, Weg teilen, aber letztlich ist man allein,
alleine auf sich gestellt und alleine dafür verantwortlich, dass es einem gut geht.

Nein nicht im Sinn von keiner Nächstenliebe und keinem achtsamen Umgang mit anderen Menschen, aber im Sinn von

nur Du allein kannst dafür Sorgen, dass es Dir in Deinem Herzen gut geht,
indem Du Dich selbst umsorgst, auf Deine elementaren Bedürfnisse achtest und
Deinen Weg Schritt für Schritt, mit allen Steigungen und Talfahrten selber gehst.

Sei dankbar dafür, wenn Du Wegbegleiter hast, die Dir vielleicht auch mal Deinen Rucksack oder auch nur Deinen Hut einen Teil der Strecke tragen,

schau auf den zurückgelegten Weg und Du kannst stolz sein auf Dich.

Noch viel wichtiger Du darfst stolz sein auf Dich.

Du bist bis jetzt einen Weg gegangen, den keiner freiwillig gehen würde,
Du hast so viel Wegstrecke alleine gemeistert, sei stolz auf Dich und Deinen Mut.

Behalte Deine Bescheidenheit, aber stelle Dich nicht immer wieder in den Schatten der Nichtigkeit. Du bist wertvoll. Du bist ein toller, liebevoller, offener und kompromissbereiter Mensch.

Oft bist Du, um anderen ihren Weg zu erleichtern, von Deinem Weg abgegangen und abgekommen, ohne auf Dich zu achten, hast Dich dabei verloren und doch irgendwann wiedergefunden, Du bist so vieles positives mehr, als Du von Dir selber denken und hören möchtest.

Du bist vor allem sehr viel mehr, als das was Dir mit auf den Weg gegeben wurde.

Du bist immer wieder optimistisch obwohl der Berg vor Dir viel zu hoch scheint, Du bist Deinen Weg Schritt für Schritt gegangen und auch wenn Du manch mal denkst Du kannst nicht mehr, Du gehst weiter und lächelst die Menschen, die Du triffst, an.

Sei stolz auf Dich, dass Du es geschafft hast Dich Deinen Dämonen und Deiner Vergangenheit zu stellen, sei stolz das Du Deinen Weg gehst.

Ja, jeder stirbt für sich allein und doch wirst Du mit Dir und Deiner Liebe für Dich, wenn Du sie nur zulässt, niemals alleine sein. 

Deine Frau Gold

Freitag, 8. Januar 2016

Sprich bitte lauter!

Höre ich in letzter Zeit sehr oft.

Ich bin leise geworden. Nicht unsicher in der Stimme, nein leise. Wobei ich war selten laut, aber meine Umwelt hat mich immer verstanden.

Oft hat mich Herr Gold in der Vergangenheit gebeten teilweise angeraunzt lauter zu sprechen, ich konnte seine Aufforderung nicht verstehen,  denn in meiner Wahrnehmung sprach ich genau so laut wie sonst auch. Manchmal nervte es mich auch, das er mir vorwarf das ich zu leise sei, soll er doch zuhören und endlich mal zum Ohrenarzt gehen, denn spätestens seit wir wissen, dass er den Blonden nicht fiepen hört, ist klar, dass er ein Problem hat. Aber nein, das ist es nicht, er versteht mich dann wirklich nicht, weil ich zu leise bin.

Herr K. bat mich auch des öfteren zu wiederholen was ich gerade gesagt habe und auch andere fragten hin und wieder ob ich das wiederholen könnte, sie hätten mich nicht verstanden.

Was ist passiert?

 Manchmal fehlt wohl einfach die Kraft für die Lautstärke in den Stimmbändern. Vielleicht funktioniert auch etwas in der Übertragung zwischen Denk- Sprachfunktion und Sprachmuskeln nicht.

Vielleicht ist es auch wirklich so, dass ich in der Vergangenheit davon ausging, das ich etwas gesagt habe, aber es so leise war, dass niemand es hören konnte, ich weiß es nicht.

In mir drin ist es manchmal sehr laut und die ständigen Geräusche, in Fachkreisen nennt man das wohl Tinnitus, die mich schon seit gut 30 Jahren begleiten, werden in letzter Zeit noch lauter.

Gelernt habe ich im letzten Jahr sehr viel und ich hoffe, dass das Lernen in diesem Jahr auch fachlich wird, auch wenn da gerade Wolken über der Hoffnung auftauchen. Was sicher ist, das ich nun weiß, dass vieles was ich als "normal" für mich gesehen habe, das keineswegs ist, vielleicht hat mich der Umgang mit meiner Sicht auf meine "Normalität" zu dem gemacht was von Herrn V., A., K. und einigen anderen als dieses "Besondere" bezeichnet wird.

Nun bin ich leise und vielleicht wird dieses Besondere mit der Lautstärke verschwinden, so wie einiges andere auch. Jetzt im Moment bin ich verletzlicher als ich es in den letzten Jahren war. Der Vorteil, es ist eine Verletzbarkeit, die nur wenige sehen können, denn dafür müssen sie mehr wissen, als das was sie von mir zu lesen oder in den wenigen Fällen zu sehen bekommen.

Es wird ein tolles, aufregendes Jahr und doch habe ich heute das Gefühl, dass es irgendwie ganz anders wird, als erhofft und gedacht...

Ich werde sehen was passiert, die Zukunft kann ich nicht beeinflussen, nur das jetzt und hier und das geht am Besten mit positiven Gedanken.

Wusstet ihr, das es richtig anstrengend sein kann, sich selber auf positive Denkstrukturen umzuprogrammieren?

Keine Absolutismen oder negativen Formulierungen, Achtsamkeit beginnt in der eigenen Sprach- und Denkweise, nicht einfach aber sehr schön und mit ihr verändert sich sehr viel...

Samstag, 20. Dezember 2014

Vorzeitige Jahresrückschau

Es ist so viel passiert in diesem Jahr.

Die Anstalt ist nicht mehr meine Anstalt, ich lernte wunderbare Menschen kennen und einige Menschen die nicht in mein Leben passten wurden verabschiedet.

Menschen die mir nahe stehen bekamen wirklich schlechte Diagnosen und überstanden alles. Der sehr gute Freund ist nach über 1,5 Wochen endlich operiert, aber hat nun eine MRSA-Infektion, also geht das Bangen weiter.

Herr Gold und ich sind nach wie vor ein Paar und freuen uns ganz besonders auf kommenden Sonntag, denn dann steht das nächste Date mit Herrn Blond an.

Ich verbringe seit Juli meine Zeit mit Terminen und lerne immer mehr und wichtige Dinge über [tja das ist zensiert], schreibe "nebenher" mit einem anderen Autor zusammen mein zweites Buch (Titel, Inhalt und Termin sind noch geheim), Sorge das erste mal seit 40 Jahren als erstes für mich bevor ich mich um andere kümmere und lerne das Leben in den unterschiedlichen Momenten richtig zu ent- und beschleunigen.

Es gibt so vieles zu sagen/schreiben, aber im Moment fehlen mir die richtigen Worte, daher soll es das für heute erst mal sein.

Habt eine schöne Nacht...


Samstag, 6. Dezember 2014

Rück und Ausblick

Diese Woche ist wie im Flug vergangen.

Montag noch dachte ich das wird ganz, ganz übel, aber schwupp die wupp ist es jetzt Samstagmorgen.

Ereignisreich war sie. Neben dem jährlichen aufräumen von sozialen Kontakten (ja dieses Jahr bin ich sehr früh, eigentlich habe ich damit bereits vor 4 Wochen angefangen) habe ich genäht, meine erste Motivtorte gezaubert und gefühlte 250 Seifen verpackt und etikettiert.

Herr Gold zeigte am Dienstagabend erste Ausfallerscheinungen und lag bereits weit vor der normalen Zeit fiebrig im Bett. Die Ansage von mir trug Früchte und somit war er Mittwoch direkt beim Doc des Vertrauens und hat sich mit einem ersten Grippeinfekt für dieses Jahr aus dem Verkehr ziehen lassen. Das er vorher noch dringend das Schlepptop aus dem Büro brauchte, er so verpeitl war, das er, als ich rückwärts einparkte aus dem rollenden Auto steigen wollte, ich mich darüber so aufgeregt habe und bei den letzten 20 cm dann 50 cm gerollt bin hat die Designerlaterne auf dem Firmengelände mit "kabumms" und einem Kratzer in meinem sonst tiefschwarzen Spoiler quittiert. Ich könnte Koooot....

Gut das Teil steht wieder, Hausmeister sei dank.

Dazwischen waren noch ein paar andere Dinge, die hier aber im Moment keinen Platz haben.

Der heutige Abend war wirklich schön mit Herrn B. Wir haben mal wieder richtig lange und gut miteinander geredet. Er hat schon seine wirklich guten Seiten und ich habe ein wirklich gutes Restaurant kennengelernt.

In weniger als 13 Stunden haben Herr Gold und ich das Date und ich bin so richtig hibbelig. Drückt mir die Daumen das es so wird, wie wir uns das vorstellen...

Trotzdessen, das ich eigentlich viel Zeit haben müsste verfliegen die Wochen und auch die nächsten 2 Wochen sind bis auf wenige Ausnahmen vollgepackt mit noch mindestens zwei Motivtorten auf Bestellung, neuer Creme für die Hände, Seife für die empfindliche Psoriasis Haut und Neurodermitishaut, Kekse backen und und und aber dann kommen zwei Wochen in denen es sehr, sehr ruhig werden wird. Ich freue mich drauf.

Euch eine ruhige Vor-Weihnachtszeit.

Montag, 1. Dezember 2014

Gutes oder Achtsamkeit

Man kann sich so viel gutes tun und es ist immer besser, für die Seele und die Selbständigkeit, wenn man dieses "Gute" nicht von anderen abhängig macht.

Selbstbestimmung, Selbstbestätigung und Selbsterfahrung, selbst, selbst, selbst, selbst....

Aber als sozialabhängiges Wesen klappt das mit dieser Selbst... nur bedingt. Kommt von außen, in der Kindheit von den Eltern, später von Freunden, Lehrern, Arbeitgebern und dem ganzen sozialen Umfeld keine positive Bestätigung verkümmert der Mensch, wird seltsam, gefährlich, sucht nach Anerkennung usw. (Die Aufzählung lässt sich sicher unendlich detailierter Fortsetzen - ist aber gerade nicht mein Thema)

Damit einher geht das viele dieser Menschen negative Bestätigung, Bestrafung als einzige Anerkennung ihres Handelns kennen, aber es ist "wenigstens" eine Form der Wahrnehmung durch das Umfeld.

Das bei diesen Menschen die Selbstwahrnehmung auf der Strecke bleibt, das sie letztlich sich selbst als nicht wertvoll erachten und daher auch mit sich selbst nicht "gut" umgehen, ist für mich eine logische Schlussfolgerung, die sich zwar nach Küchenpsychologie anhört aber dort gar nicht zu finden ist. (Auch hier gibt es genügend Fachliteratur - s. Achtsamkeitstraining)

Wie soll ein Erwachsener achtsam mit sich umgehen, wenn er nie erfahren hat, wie andere Menschen achtsam mit ihm umgehen? Verhaltensmuster besonders in diesem Bereich, werden sehr früh geprägt und zeichnen ihre Spuren.

Der Erwachsene kann es, sofern er erkennt, dass er solche Verhaltensmuster hat,  lernen diese abzulegen. Aber letztlich bleibt auch beim Erwachsenen immer wieder der Wunsch nach "äußerer Bestätigung". Wer kennt nicht den Frust, wenn der Chef nur meckert anstatt die gute Arbeit anzuerkennen, den Partner der nörgelt, die Bekannte die schimpft weil man nie Zeit hat, die Eltern die ihr Kind runterputzen mit "kannst du denn gar nichts" und es ja "gar nicht so meinen, denn sie lieben ihr Kind ja"?

Es gibt so vieles wo jeder von uns tagtäglich eher das negative als das positive  am anderen sieht und diesem etwas vorwirft. Erwachsene können sich evtl. wehren, sofern sie das Selbstbewusstsein dazu erlernt haben. Kinder sind so schnell verletzt und letztlich würde es jedem von uns so leicht fallen, achtsam mit seinem Gegenüber umzugehen, wenn er nur einen kurzen Moment innehält und überlegt ob er möchte das man mit ihm so umgeht.

Aber in Zeiten der Ellenbogengesellschaft ist es einfacher unbedacht und verachtend zu sprechen und zu handeln.

Dabei ist ein warmes lächeln und ein Lob umsonst, aber beides hat so viel positive Kraft.

-
Hinweis:
Nein mir geht es nicht schlecht.  Es sind Gedanken, die gerade raus müssen und vielleicht dazu veranlassen, das Du morgen, bevor Du jemanden negativ kritisierst, einen kurzen Moment innehältst und Dir überlegst wie Du möchtest, das man mit Dir umgeht.




Mittwoch, 4. Juni 2014

Mal eben zwischendurch

- Dank intelligenter Tools, fällt es leicht Entlassungspapiere ohne versteckte Hinweise zu erstellen. - check, nun dürfen sich die Rechtsberater wieder unterhalten.

- Mein neues Hobby, "Frau Gold hilft die Welt ein bisschen besser zu machen" nimmt Formen an.
Dazu vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt etwas mehr.

-  Die Suche nach einem neuen Therapieplatz in einer Anstalt läuft schleppend, mag aber auch daran liegen, dass ich noch gar nicht so richtig weiß in welche Art der Therapieform ich gehen möchte. Eigentlich würde ich ja auch gerne das Hobby leben, aber wer sorgt dann für den Unterhalt?
Auf diesem Weg, dürfen sich gerne 95 jährige
 gut situierte Rentner ohne Erben bewerben, 
wir finden sicher eine Möglichkeit wie ich an das Geld komme.

- Ich befinde mich seit ein paar Tagen in einem Zwiespalt, den ich derzeit nicht lösen kann. Denn es gibt Tatsachen, die kann man nicht ungeschehen machen und mit wenigen Handlungen kann so ziemlich alles zerstört werden, worauf ich vertraut habe.
Ja, sehr kryptisch, aber solange der Zwiespalt vorhanden ist, bleibt es so.

- Vielleicht gibt es bald einen Grund für eine große Feier.

- Wir möchten wieder ein Fellknäuel, allerdings muss erst mein Anstaltsleben geklärt sein. Vernunft geht vor.


Mittwoch, 21. Mai 2014

Alles hat seinen Sinn

sagte die Frau des Vertrauens heute und dem stimme ich umfänglich zu.

"Merkst Du nix? Überleg mal wo Du in nicht allzuweiter Vergangenheit ähnliches erlebt hast...."

Stimmt, da war was und wenn ich es mir so recht überlege könnte sie mit ihrem Gedankengang, sofern man daran glaubt, dass es keinen Zufall gibt, sondern nur Bestimmung, Recht haben.

Jedenfalls betrachte ich das Thema nun noch ausgiebiger und werde mich wohl mit ihr  auch diesbezüglich nochmal eingehend unterhalten. Wenn es denn so ist, wäre die Lösung ja sehr naheliegend...


Freitag, 11. April 2014

Erholung

pur ist so ein Tag in der Sauna.

Starten mit schwimmen. Erst im Kohlesäurebad bei angenehmen 35C, dann ins Außenbecken und Salzwasser. In beiden Becken jeweils 24 Bahnen ziehen  
nein es sind keine Standardschwimmbadlängen, Innen dürften es 35-40 m sein und Außen 20-25m sein

Danach Badeklamotten aus und in die Sauna. Heute dauerte mein erster Saunagang eine Stunde und 10 Minuten bei 85C. Schwitzen bis es keine Stelle am Körper mehr gibt die noch trocken ist. Gedanken ausschalten, die Atmung runterfahren und nur der Musik lauschen. Besprüht werden mit aromatisiertem Wasser und unterschiedliche Düfte schnuppern.

Anschließend bei einem guten Buch den Flüssigkeitshaushalt auftanken und die frische Luft genießen.

Bei 95C dann weitere 30 Minuten im Dunkeln entspannen.

Noch einen kleinen Mittagsschlaf und dann offen einkaufen fahren. Jetzt ist das Abendessen im Backofen und pünktlich um 20.15 Uhr werden wir mit dem zweiten den Hans besser sehen.

Dienstag, 26. November 2013

Zeit vergeht

und nein sie heilt nicht alle Wunden.

Doch vor 11 Monaten hatte ich das Gefühl, dass es nie wieder ein Lachen geben kann, nicht mein Lachen, nicht ein Lachen das mich berührt.

Das es nie wieder einen Menschen geben kann, der sich auf eine bestimmte Art und Weise in mein Leben "schleicht" und in dessen Gegenwart ich mich fallen lassen kann.

Nach wie vor ist Herr J. in meinem Leben präsent und nach wie vor gibt es Momente in denen er mir fehlt und ich mir wünsche es wäre anders gekommen. Ja sogar bezweifle ob es die richtige Entscheidung war und wir nicht doch noch einige Zeit die Chance hätten nutzen sollen, in der Hoffnung das doch noch ein Wunder geschieht.

Hätte, wäre, wenn und aber.

Er wird mich mein Leben lang begleiten und auch wenn viele Fragen offen geblieben sind, schaue ich heute zurück und habe immer noch ein warmes Gefühl, wenn ich an unsere gemeinsame Zeit denke. Aber es schmerzt nicht mehr so wie in dieser Zeit vor einem Jahr und ich denke nicht mehr jede Minute, auch nicht mehr jeden Tag über all das nach.

Die Gegenwart hat mich wieder ohne den ständigen Blick zurück.

Herr U. und ich genießen unsere gemeinsame Zeit und ganz leise gibt es jemanden, der präsent ist in so vielen Bereichen. Es ist so wie es ist (bis auf eine kleine Sache) perfekt , heute, hier in der Gegenwart.

Was die Zukunft bringt wird die Zukunft dann zeigen, wenn sie es für nötig hält. Das kleine Glück halte ich gerade mit strahlenden Augen in meinen offenen Händen vor mir und genieße die Wärme die es ausstrahlt.


Sonntag, 1. September 2013

Diagnosen

Wir kennen uns jetzt seit vielen Jahren. Mal ist der Kontakt sehr eng, dann wieder hören wir lange Zeit nichts voneinander um dann dort anzuknüpfen wo wir das letzte mal aufgehört haben.

Wir wissen alles voneinander. Kennen das Leben und alles was damit zusammen hängt, sie von mir, ich von ihr.

Bei unserem letzten Treffen sprachen wir über ihre weit zurückliegende Vergangenheit. Irgendwas musste wohl raus und ich hörte zu.

Schizophrene Depressionen, Posttraumatische Belastungsstörungen, mittelgradige Depressionen und schwere Depressionen und damit verbunden Suizid Gefährdung  wurden ihr in den letzten 20 Jahren von unterschiedlichen Therapeuten attestiert.  Ich nehme sie wahr, sehe sie, und frage mich als sie erzählt, ob man sie bisher nur nie richtig erkannt hat?

Ist sie vielleicht auch ein System, das in den Situationen, in denen es Hilfe bei den Therapeuten annimmt nur sehr gut ein Außen vorweisen kann? Ich kenne sie so unterschiedlich, so vielfältig und oft macht es den Anschein, dass sie gar nicht weiß wovon ihr erzählt wird, wenn es mal wieder besonders ausgelassen in den vorherigen Tagen war oder aber sehr schwer.

Ich mag sie, komme mit all ihren Facetten klar, aber ihre Umwelt, besonders im Beruf sieht sie nicht so. Immer wieder kommt es zu Schwierigkeiten, immer wieder ist sie am Boden zerstört, weil man ihr nachsagt sie sei hin und wieder ganz anders und dann könnte man denken sie habe eine eineiige Zwillingsschwester. Ist sie doch schizophren?

Aber was würde diese Diagnose ändern? Würde sie etwas ändern?

Sie lacht, als ich sie frage ob sie immer noch eine Therapie in Anspruch nimmt und antwortet "Was sie da soll? Die Therapeuten die sie bisher getroffen habe, wären alle labiler als sie und würden doch nur leiden, wenn sie ihnen von der Vergangenheit erzählt. Was sie nicht gebrauchen kann sind Menschen, die für sie mitleiden oder mehrleiden - es geht nicht um leiden."

5 Minuten nach diesem Gespräch sitzen wir in einer Eisdiele, unterhalten uns über ganz andere Themen und ich habe das Gefühl ein junges Mädchen sitzt vor mir, erzählt mir von ihrer ersten großen Liebe und albert, nichts ist mehr zu sehen von der Frau, die vorhin noch so verletzt von Dingen berichtet hat, die so lange zurück liegen und die sie bis ins Detail erzählt, als seien sie vor 10 Minuten passiert.

Ja vielleicht ist es Küchenpsychologie aber mit ihrer Vergangenheit wäre es wohl wahrscheinlich, dass die Lösung darin liegt, dass sich diese Therapeuten aufgrund von fehlender Erfahrung in der Thematik getäuscht haben. Aber würde ihr eine andere Therapieform und ein erkennen ihrer Persönlichkeit weiterhelfen?

Immer wieder habe ich den Eindruck, dass sie unglücklich ist und nach etwas sucht das nur sie finden kann und dann wieder denke ich, ich spinne, so ausgeglichen und ruhig, stark und umschauend wie sie ist. Wahrscheinlich sind es nur bunte Facetten ihrer Persönlichkeit...



Samstag, 27. Juli 2013

Glauben



Lange ist es her, eigentlich schon längst vergessen. 

Nein nicht vergeben, aber auch nicht mehr so aktiv, dass es noch schmerzt
.
Es waren Jahre der Emotionen, Hoffnungen, Schmerzen. Der Lust, der Leidenschaft, der Ausweglosigkeit. Gefallen sind wir gemeinsam, aufgestiegen, Neuland erkundet. Geschenkt habe ich mich, Du nahmst dankend an doch irgendwann gab es für Dich ein Ziel, dass nicht mehr das meine war. 

Die Wege trennten sich schon lange bevor ich auszog, wiederkam und letztlich ging. 

Noch heute erinnere ich mich sehr gut daran, wie ich Dich das letzte Mal traf. Meine restlichen Sachen aus „meinem vormaligen Zuhause“ einpackte, das laut Dir mein Zuhause bis an mein Lebensende sein sollte und aus dem Du mich vertrieben hattest.

Ich glaubte damals, dass wir Freunde werden können, dass Du all das, was Du sagtest ehrlich meinst. 

Ich trank den Kaffee gerne, wollte mit Dir gemeinsam Abschied von unserem gemeinsamen Leben nehmen – Freunde machen so was.

Das was dann passiert ist zerstörte alle Hoffnung.

Wochen später hast Du Dir mein Bild als „Mahnung“ auf Deine Haut tätowieren lassen, als Erinnerung dass Du „so etwas“ nie wieder tun wirst. 

Glaubst Du daran? 

Ich weiß, dass es nicht so ist.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Warum ist es hier so still?

Oh, das ist eigentlich ganz einfach und liegt an vielen Dingen:

- es gibt Momente da ist Schweigen Gold (gut leider im Bloggerleben nicht sinnvoll),
- derzeit beschäftigen mich Themen, die keine Buchstaben finden,
- dann wieder gibt es Buchstabenkombinationen die ohne Hintergrund und
  nicht verständlich wären, beziehungsweise zu denen es keine Buchstabenkombinationen 
  gibt, die hierhin gehören.
- ich habe eine Schreibblockade zum einfach so texten
- ich schreibe im Moment lieber im direkten Austausch oder telefoniere
- es ist zu warm
- und noch so vieles mehr

Eigentlich wollte ich nur mitteilen, ich lebe noch, warte darauf, dass es etwas kühler wird, damit die 2 Pakete aus dem "Männer zeigt Eure Brust" Content auf den Weg gehen können und melde mich wieder ;)

Sonntag, 9. Juni 2013

Goldstück

mein Name in der Chatterwelt
wer nun versucht mich zu finden, viel Spass, 
ich werde einen Teufel tun und den kompletten Namen
 veröffentlichen ;)

aber auch der Name eines Romans.

Frau Wuppi hat das Buch beim Schlendern gesehen und nicht lange gefackelt und es mir im letzten Jahr bereits geschenkt. Ich hatte es im Regal zwischen die anderen "noch lesen" Bücher gestellt und eigentlich vergessen.

Als es mir vor ein paar Wochen zwischen die Finger fiel, betrachtete ich es genau und musste mehr als breit grinsen. Der Umschlag ist ROSA = rosa geht für Frau Gold ja gar nicht, dazu kommt das ein Bettelarmband abgebildet ist, bzw. ein Teil,
Ich schreibe regelmäßig, 
aus beruflichen Gründen,
Artikel über diese Schmuckstücke 
 Frau J. unterlassen sie gefälligst 
Ihr lautes Lachen.

aber ich  dachte, als Taschenbuch ist es perfekt für die Ruhezeit zwischen den Saunagängen und in dieser Zeit ist anspruchsvolle Literatur auch nichts für mich.


Das Buch gehört sicher nicht zu den Büchern bei denen man von wertvoller Literatur spricht, aber es ist leicht und locker geschrieben. Für Leser, die einen ähnlichen Humor wie ich haben, die sich die beschriebenen Situationen und Handlungsverläufe bildlich vorstellen ist das Buch, sofern man es in der Öffentlichkeit lesen möchte, nicht zu empfehlen.

Ich glaube die Leute gestern um mich herum dachten ich habe Haschkekse gegessen oder einen Sonnenstich oder beides. Wie es in einer Schnulze so ist, wird am Ende alles gut, denn es ist ja vorbei (um mit Ladys Worten zu sprechen).

Der neue Lesestoff liegt schon bereit, wobei Herr U. aufgrund des Titels und des Covers meinte "DAS kannst Du doch nicht in der Sauna lesen, wenn Du alleine naggisch in der Sonne bruzzelst". Öhm wieso nicht???

Samstag, 8. Juni 2013

Die Macht der Worte

Ist Dir schon mal etwas "rausgerutscht" was Du im gleichen Moment bitter bereut hast?

Worte kann man nicht zurücknehmen oder umtauschen, wie ein falsch gekauftes Kleidungsstück.

Worte können, schmeicheln, streicheln, aufreizen, aufgeilen, schockieren, verletzen, bestrafen und vernichten.

Vielleicht bin ich was Worte angeht sehr sensibel. Wobei mich Worte von Fremden, egal wie sie verwendet werden niemals wirklich erschüttern. Menschen die mir dagegen nahe stehen, Freunde, und dazu zähle ich sehr wenige, deren Worte sitzen tief und können vernichten.

Ich vergesse nichts von deren Aussagen und selbst wenn mir bewusst wird, dass die falschen Worte gewählt wurden, dauert es sehr lange, bis ich das, was man Vertrauen nennt, wieder aufbaue, denn ewig sitzt dann die "Warnung" im Nacken, dass ein Freund etwas gesagt hat, was tief getroffen hat.Und die Voraussetzung, dafür, dass man wieder zueinander findet ist, dass der Freund  diese Worte relativiert beziehungsweise gerade stellt.

Vielleicht ist das der Grund, warum ich in manchen Situationen schweige, weil ich die Macht der Worte teilweise  fürchte. Weiß, dass ich in Reizsituationen Worte wählen kann, die vernichten und Wunden reißen, die nie wieder verheilen.

Auch meine gesagten Worte vergesse ich nicht, aber ich stehe dahinter, denn auch wenn sich das ausgesprochene zu hart angehört hat, ich sage nichts was ich nicht letztlich auch so meine.

Ob es bei anderen Menschen auch so ist? Ob Freunde auch nur das sagen was sie meinen? 


Montag, 25. März 2013

Begegnungen



Eigentlich sind wir uns schon begegnet. Einmal und ich dachte er ist irgendwie unsicher und verschreckt. Danach folgten eine Menge Unterhaltungen via Chat. Intensiver Gedankenaustausch in jede Richtung. Über Gott und die Welt, Gefühle, Begebenheiten die man nicht erklären kann und Dinge die auch hier, in Bloggerhausen, wohl zu weit führen würden. Das Spiel mit Worten macht wahre Freude mit ihm, zwischendurch bedarf es keiner Worte und doch reden wir miteinander.Nein, das ist kein „ich habe mich verliebt/verknallt“ Post.



Die Begegnung gestern war anders. Reden, Musik hören über Dinge reden über die man so noch nie gesprochen hat, nicht weil man nicht vertraut, sondern weil einen die Umwelt für „bekloppt“ halten würde, man nur auf Unverständnis stoßen würde und auch weil man niemanden mit diesem „Wissen“ erschrecken möchte. Emotionen auf einer Ebene zu besprechen, die nichts mit Fassaden, Moral und Ehtik am Hut haben. Einen Gesprächspartner haben mit dem man spiegelt, der Gedankenschübbse bringt, vielleicht auch weil er so ganz anders ist und das auf eine Art und Weise die man so bisher selten getroffen hat.


Der Blick tief in das Innerste ohne das Gefühl, dass man etwas verbergen möchte und muss – zu fühlen das jemand „eindringt“ ohne zu berühren und so dermaßen nah ist, dass man sich erschreckt, genießt und wegstoßen möchte es dennoch erneut zu einer „Einladung“ kommt.

Verstreut ein wenig, verwirrt, so ruhig wie seit langem nicht mehr…“Lass mich mit Deinen Augen sehen“…

Stunden später, ein Film läuft, fahrend oder doch aus der Vogelperspektive sehe ich einen Weg, eine Straße. Eben keine Ansteigung, kein Gefälle, sanfte Hügel links und rechts, ein warmes Gefühl, angenehme Temperaturen, dem Weg folgend wird es nebliger und irgendwann versinke ich in tiefen Schlaf. Wer hat wen geführt, sehen lassen und wohin? 

Wenn man eine Tür schließt öffnet sich eine andere. 

Verrammelst Du die Türe, sei Dir sicher, dass Du die Fenster und die Balkontür ebenfalls geschlossen hast.

Wenn Du fühlst, dass von vorne etwas kommt, dann bedeutet das nicht, dass Du Dir sicher sein kannst das du alles verriegelt hast. 

Wenn Du denkst das von Vorne und Hinten nichts kommt, dann bedenke, das auch über Dritte gesendet werden kann. 

Die Macht ist das was Angst erzeugt – die Reaktionen hervorruft und dieser Macht kann man sich nur bewusst werden indem man sie annimmt. Sich führen lässt und mit jemandem der führen kann die Macht betrachtet und sie kennenlernt. Macht kann man verbergen und verdrängen. Anschauen, betrachten, lernen damit zu leben ohne zu nutzen oder zu missbrauchen, das Ziel.

Wo geht es da gerade hin? Fasziniert…Gedankenversunken und Musik auf den Ohren die aus einer ganz anderen Zeit stammt….

Donnerstag, 31. Januar 2013

Duschend

Das warme Wasser benetzt meine Haut. Ich denke an Dich, die letzte Nacht, die langen Gespräche, unser Lachen, das wir hörten obwohl wir es nicht hören konnten.

Viel zu kurz war die Zeit nach unser beidem Empfinden als wir uns trafen.

Ich greife zur Seife, schäume mich ein, wissend, das Du diesen Duft bei Dir hast. Mich auf diese Weise riechen kannst, wenn Du sie benutzt.

Die Lust nach Dir ist zur süßen Qual geworden. Wieder sehe ich Dich vor mir, wie Du entspannst, genießt, höre Deinen Atem, fühle Deinen Herzschlag, schmecke Dich.


Ich drehe die Temperatur des Wassers höher. Zu kalt ist es für diese Stelle. Denke an Dich, Deine Hände, Dein Geruch, Deine Zunge und wünsche mir, das Du hinter mir stehst...